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Nachhaltigkeit – Pflicht, Erwartung und Chance im richtigen Maß

Nachhaltigkeit ist heute ein Thema, dem sich Unternehmen kaum noch entziehen können. Ob durch gesetzliche Vorgaben, steigende Erwartungen von Kunden oder neue Anforderungen seitens Banken – die Auseinandersetzung mit ökologischen und sozialen Aspekten der Geschäftstätigkeit ist zur unternehmerischen Realität geworden. Dabei geht es weniger um Idealismus, sondern zunehmend um Nachweisbarkeit und strategische Relevanz.

Regulatorischer Druck nimmt zu – mit Augenmaß reagieren
Mit der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) und den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) wird Nachhaltigkeit messbar und prüfbar. Auch mittelständische Unternehmen sind künftig verpflichtet, ihre Aktivitäten transparent darzustellen. Dabei gilt: Nicht jeder Betrieb muss sofort ein umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement etablieren – wohl aber die relevanten Anforderungen kennen und angemessen darauf reagieren.

Kunden und Banken erwarten Klarheit – keine Perfektion
Immer mehr Kunden achten auf nachhaltige Produkte und Prozesse, und Banken bewerten Unternehmen zunehmend nach ESG-Kriterien. Doch auch hier gilt: Es geht nicht um Perfektion, sondern um Glaubwürdigkeit. Wer seine Nachhaltigkeitsbemühungen nachvollziehbar kommuniziert, schafft Vertrauen – ohne sich in überkomplexen Strukturen zu verlieren.

Fazit:
Nachhaltigkeit ist kein Selbstzweck, sondern Teil einer modernen Unternehmensführung. Wer sich mit den Anforderungen auseinandersetzt, ohne den Aufwand zu übertreiben, kann gesetzliche Vorgaben erfüllen, Kunden überzeugen und Finanzierungspartnern begegnen – mit einem klaren, realistischen und unternehmensgerechten Ansatz.

CSRD - Nachhaltigkeitsbericht

Für das Jahr 2025 müssen alle Großunternehmen Nachhaltigkeitsberichte gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erstellen. Großunternehmen erfüllen zwei der folgenden Kriterien: >= 250 MA, 50 Mio € Umsatz, 25 Mio. € Bilanzsumme.

Hier sind die wichtigsten Punkte:

  • Die Pflicht zur Geschäftsbericht-Erstattung wurde erweitert, und der Bilanzeid soll nun auch auf den Nachhaltigkeitsbericht ausgeweitet werden.
  • Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der Berichterstattung verantwortlich.

Die Berichtselemente und -themen umfassen Governance-Strukturen, Geschäftsmodell und Strategie, Sorgfaltspflichten-Prozesse, nachhaltigkeitsbezogene finanzielle Risiken und Chancen, Maßnahmen, Leistungsindikatoren und den Prozess zur Wesentlichkeitsanalyse.

Wir empfehlen zuerst den Bericht mit seinen Inhalten zu erarbeiten und dann „rückwärts“ die notwendigen Grundlagen zu erarbeiten. Dies reduziert den Projektaufwand um ein Vielfaches.

Der übliche Weg kommt aus der Vision, über die Ermittlung der Rahmenbedingen, die Stakeholder und die wesentlichen Themen, die Sammlung der Daten und Informationen, die Erarbeitung der Ziele und Maßnahmen hin zum Bericht. Diese aufwändigen Systeme müssen dann jährlich gepflegt und angepasst werden.

Als erfahrene Nachhaltigkeitsmanager, Experten für Supply Chain und von der BAFA zugelassene Energieberater und Auditoren für führende ISO-Normen wie ISO 50001 und ISO 14001 stehen wir Ihnen zur Seite.

Unser Vorschlag:

  • Nutzen Sie Ihre vorhandenen ISO-Systeme und beachten Sie die mögliche Verpflichtung zur Erstellung von Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie die Berichtspflicht für Energie- und Abwärme-Maßnahmen.
  • Betrachten Sie mit uns Ihren CSR-Bericht und lassen Sie uns Ihre Dokumentation von dieser Seite aufbauen. Zuerst die SDGs zu betrachten ist meist sehr aufwändig.

Unser Angebot
– Analyse der vorhandenen Informationen
– Bereitstellung von Vorlagen für die Analyse und den Bericht
– Prüfung der im Unternehmen vorhandenen Informationen aus den anderen ISO-Normen
– Begleitung/Projektleitung bei der Erstellung des CSR-Berichts

EU-Taxonomie

Die EU-Taxonomie ist ein zentraler Baustein der europäischen Nachhaltigkeitsstrategie. Sie definiert, welche wirtschaftlichen Tätigkeiten als ökologisch nachhaltig gelten – und schafft damit ein einheitliches Klassifikationssystem für Unternehmen, Investoren und Finanzinstitute. Ziel ist es, Kapitalflüsse gezielt in nachhaltige Aktivitäten zu lenken und Greenwashing zu vermeiden.

Was bedeutet das für Unternehmen?
Unternehmen, die unter die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fallen, sind verpflichtet, offenzulegen, in welchem Umfang ihre Umsätze, Investitionen (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx) „taxonomiefähig“ und „taxonomiekonform“ sind. Taxonomiekonform ist eine Tätigkeit nur dann, wenn sie:

  • einen wesentlichen Beitrag zu einem der sechs Umweltziele leistet (z. B. Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Schutz von Biodiversität),
  • keine erheblichen negativen Auswirkungen auf andere Umweltziele hat („Do No Significant Harm“),
  • soziale Mindeststandards einhält (z. B. ILO-Kernarbeitsnormen, UN-Leitprinzipien),
  • und die technischen Bewertungskriterien erfüllt.

Pflicht mit begrenztem Nutzen?
Auch wenn die Taxonomie mehr Transparenz schaffen soll, bleibt der praktische Nutzen für viele Unternehmen begrenzt. Die Einstufung ist komplex, die Kriterien sind technisch und oft schwer auf den eigenen Betrieb übertragbar. Viele Mittelständler berichten, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zum strategischen Mehrwert steht – zumindest aktuell.

Einordnung statt Überforderung
Für Unternehmen gilt: Die Taxonomie ist kaum ein strategisches Steuerungsinstrument, sondern eine regulatorische Pflicht. Es lohnt sich, die Anforderungen zu kennen, die eigene Betroffenheit zu prüfen und die notwendigen Daten strukturiert zu erfassen – ohne den Aufwand unnötig zu übertreiben. Unsere pragmatische Herangehensweise hilft, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig den Fokus auf das Kerngeschäft zu behalten.

Unser Angebot
– Analyse der vorhandenen Informationen
– Bereitstellung von Vorlagen für die Analyse
– Prüfung der im Unternehmen vorhandenen Informationen aus den anderen ISO-Normen
– Begleitung/Projektleitung bei der Erstellung des Berichts.

Optimierung der Ergebnisse in EcoVadis® / IntegrityNext® / CDP

Immer mehr Kunden verlangen von ihren Lieferanten eine Bewertung über Nachhaltigkeitsplattformen wie EcoVadis, IntegrityNext oder CDP. Was einst als freiwillige Initiative begann, entwickelt sich zunehmend zur Voraussetzung für die Zusammenarbeit – insbesondere bei größeren Unternehmen und Konzernen. Der Druck steigt, und mit ihm die Anforderungen.

Was sind EcoVadis, IntegrityNext und CDP?
Beide Plattformen bewerten die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen anhand standardisierter Kriterien.

  • EcoVadis analysiert Umweltmanagement, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Die Ergebnisse werden in Scorecards dargestellt und mit Medaillen (Bronze bis Platin) ausgezeichnet. Ziel ist es, Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten messbar und vergleichbar zu machen.
  • IntegrityNext konzentriert sich auf ESG-Risiken in der Lieferkette und prüft Unternehmen auf regulatorische Anforderungen (z. B. Lieferkettengesetz), internationale Standards und freiwillige Selbstverpflichtungen. Die Plattform hilft, Risiken zu erkennen und zu managen – schnell und kosteneffizient.
  • CDP (Carbon Disclosure Project) ist eine der weltweit führenden Plattformen für Nachhaltigkeits- und Klimaberichterstattung. Unternehmen legen hier ihre CO2-Emissionen, Wasserverbrauch und Ressourcen-Schutzmaßnahmen toffen.  Viele OEMs verlangen CDP von ihren Zulieferern, um die CO2-Emissionen entlang der Lieferkette zu dokumentieren.

Die Anforderungen wachsen – Schritt für Schritt
Was früher mit einer einfachen Selbstauskunft begann, umfasst heute detaillierte Nachweise und Maßnahmen. Neue Themen kommen laufend hinzu – etwa die Forderung nach Diversitätsschulungen, die inzwischen bei vielen Kunden als Standard gelten. Unternehmen, die hier nicht mitziehen, riskieren Punkteabzug oder sogar den Ausschluss aus Ausschreibungen.

Pragmatische Optimierung statt Perfektionismus
Die Bewertungssysteme sind transparent und strukturiert. Wer gezielt an den richtigen Stellschrauben dreht – etwa durch klare Richtlinien, dokumentierte Maßnahmen und einfache Schulungsangebote – kann seine Bewertung deutlich verbessern. Es geht nicht darum, ein perfektes Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen, sondern darum, die Anforderungen nachvollziehbar und effizient zu erfüllen.

Fazit:
EcoVadis, IntegrityNext und CDP sind keine Kür mehr, sondern Teil der geschäftlichen Pflicht. Unternehmen, die sich frühzeitig und pragmatisch mit den Anforderungen auseinandersetzen, sichern sich nicht nur bessere Bewertungen – sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld.

Unser Angebot
– Analyse der vorhandenen Berichte
– Analyse Ihrer unternehmensinternen Informationen
– Bereitstellung von Dokumentenpaketen zur Ergänzung
– Begleitung/Projektleitung bei der Informationsüberarbeitung

CO2-Footprint

Mit überschaubarem Aufwand mehr Transparenz schaffen

Die Ermittlung des CO₂-Footprints eines Unternehmens wird zunehmend zur Pflicht – sei es durch Kundenanforderungen, regulatorische Vorgaben oder interne Nachhaltigkeitsziele. Dabei muss die Berechnung nicht kompliziert sein: Ein sinnvoller Einstieg gelingt bereits auf Basis vorhandener Energiedaten.

Scope 1 – Energieverbrauch als Ausgangspunkt

  • Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen, die durch eigene Anlagen und Fahrzeuge entstehen – etwa durch Heizöl, Erdgas oder Diesel. Diese Daten sind meist bereits vorhanden und lassen sich mit geringem Aufwand in CO₂-Äquivalente umrechnen.

Scope 2 und 3 – KI hilft bei der Datenermittlung

  • Scope 2 beinhaltet indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie, z. B. Strom oder Fernwärme. Auch hier sind die Daten meist verfügbar – KI kann bei der Umrechnung und Bewertung unterstützen.
  • Scope 3 umfasst alle weiteren indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette: von eingekauften Materialien über Geschäftsreisen bis hin zur Nutzung der Produkte durch Kunden. Hier hilft KI, relevante Quellen zu identifizieren, Daten zu ergänzen und realistische Schätzungen zu liefern – ohne dass jedes Detail manuell erhoben werden muss.

Fazit:
Ein CO₂-Footprint muss nicht perfekt sein, um wirksam zu sein. Wer mit den vorhandenen Energiedaten startet und KI gezielt zur Ergänzung nutzt, schafft schnell belastbare Ergebnisse – und erfüllt die Erwartungen von Kunden, Banken und Gesetzgebern mit vertretbarem Aufwand.

Unser Angebot
– Analyse Ihrer unternehmensinternen Informationen
– Beschaffung der weiteren Informationen bei Lieferanten und im Netz
– Bereitstellung von Dokumentenpaketen
– Begleitung/Projektleitung bei der Ermittlung des CO₂-Footprint

ISO 26000

Die ISO 26000 ist eine Leitfaden zur Umsetzung der gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen (Nachhaltigkeit) und ermöglicht es die Nachhaltigkeit in ihre Kerngeschäftsstrategien und -prozesse zu integrieren. Hier sind einige wichtige Punkte dazu:

  • Die ISO 26000 ist eine internationale Leitlinie für soziale Verantwortung, die von Experten aus verschiedenen Bereichen entwickelt wurde und eine breite Palette von Themen abdeckt, darunter Menschenrechte, Arbeitspraktiken, Umweltschutz, faire Geschäftspraktiken, Verbraucherschutz und soziales Engagement.
  • Sie basiert auf sieben zentralen Prinzipien, darunter Rechenschaftspflicht, Transparenz, ethisches Verhalten, Anerkennung der Interessen der Stakeholder, Respekt für die Rechte von Menschen und Umweltverantwortung.

Wenn Sie die Nachhaltigkeit in Ihre Managementsysteme integrieren möchten, können wir Ihnen die Inhalte der ISO 26000 in der High-Level-Structure (HLS) zur Verfügung stellen.

Die Norm ist die Alternative, wenn die Nachhaltigkeit gelebt und in das Unternehmen fundamental integriert werden soll.

Unser Angebot
– Analyse der vorhandenen Informationen
– Bereitstellung umfangreicher Vorlagen
– Projektleitung bei der Umsetzung
– Unterstützung / Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse
– Fachliche Unterstützung der Funktionsträger
– Schulung des Personals
– Vorbereitung auf das externe Audit
– Unterstützung bei der Auswahl des Zertifizierers

EcoVadis® und IntegrityNext® sind eingetragene Marken. Die Keil GmbH steht in keinen geschäftlichen Beziehung zu den Markeninhabern. Mit Nennung der Marken EcoVadis® und IntegrityNext® ist keine Aussage des Markeninhabers zu Geeignetheit der hier beworbenen Leistung verbunden.

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